Remote Moves (dt.)

From Agile Moves
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English Version

Remote Teams sind Arbeitsteams, die nicht gemeinsam im selben Büro arbeiten, sondern verteilt (near-shore, on-shore, off-shore). Remote Moves sind Trainingsschritte, die die Fähigkeit der Arbeit in Remote Teams trainieren.

Teams, die räumlich getrennt arbeiten, können mit den Remote Moves ihre Synchronisation so verbessern, dass sie die Produktivität von Präsenzteams übertreffen.

Remote als Vorteil

Im Gegensatz zur poulären Meinung, das verteiltes Arbeiten ein Hindernis für gute und produktive Zusammenarbeit sei, die Spaß macht und hervorragende Ergebnisse bringt, können Remote Teams die Leistung von "co-located" Teams sogar noch übertreffen und in ihren Vorteilen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber überwiegen.

Voraussetzung ist, dass das Team die Gelegenheit bekommt, die Kunst der Remote - Arbeit zu trainieren und lernt, sich optimal zu synchronisieren.. So wie jedes Fussballteam eine neue Spielvariante auf dem Feld trainieren muss, erfordert auch das Zusammenspiel im verteilten Team Übung.

Das geht am besten on-the-job bei der täglichen Teamarbeit, ohne zusätzlichen Aufwand und Transferproblematik.

Trainingspläne

Jedes Training innerhalb der Agile Moves hat als Grundlage das Konzept des Kaizen, des Vorgehens in kleinen, einfach bewältigbaren und unaufwändigen Schritten. Das gilt auch für Trainingspläne, die

  • auf ein definiertes Ziel ausgerichtet sind und
  • aus verschiedenen aufeinanderfolgenden oder ineinander übergehenden Moves bestehen.

Die Remote Moves werden besonders durch folgende Trainingspläne unterstützt:

Synchronisation und Kadenz

Die untertägige Kadenz ist der gleichmäßige Synchronisationsrhythmus innerhalb eines Arbeitstages. Wenn ich einen Orientierungslauf organisiere und nur alle 5 km einen Streckenposten aufstelle, ist die mögliche Abweichung eines Läufers von der Strecke größer, als wenn jeden Kilometer jemand postiert ist.

Regelmäßige Kadenzen sind der Pulsschlag des Teams und können durch das gemeinsame Arbeiten in definierten Zeitscheiben realisiert werden. Ein einfaches Beispiel dafür, die Arbeit in kleinen Zeitscheiben zu organisieren, ist die die Pomodoro-Technik. Zeitscheiben geben Rhythmus (oder Kadenz) des Teams vor, wobei immer nur ein Teil des Arbeitstages (max. drei bis vier Stunden) in Zeitscheiben verplant werden sollte. Ist diese untertägige Kadenz aufgebaut, geht es darum, sie mit Synchronisation zu füllen.

Ein Beispiel für Synchronisation sind Pairing-Sequenzen. Diese können im Remote Team in Zeitscheiben zwischen 30 bis 60 Minuten durchgeführt werden und haben jeweils eine klare Zielsetzung: Zwei Teammitglieder treffen sich online und arbeiten konzentriert im Pairing eine Zeitscheibe lang an einer zuvor definierten Aufgabe. Dies reduziert radikal die Losgröße und wer es noch nie getestet hat, wird sich wundern, welche Ergebnisse in kurzgetakteter konzentrierter Arbeit zu erreichen sind. Eine kurze Retro der Pairing-Zeitscheibe zeigt auf, was gut lief und was man verbessern kann. Dadurch, dass das gesamte Team in derselben Kadenz arbeitet, kann zu Beginn der nächsten Zeitscheibe leicht der Pairing-Partner gewechselt werden – ein Aspekt, der wesentlich zur besseren Synchronisation im Team beiträgt.

Neben der Synchronisation einzelner Teammitglieder ist ein weiterer Aspekt die Synchronisation des gesamten Teams, für die es innerhalb des Teamrhythmus im Daily Raum geben muss.

Häufige Synchronisationspunkte und ein regelmäßiger Rhythmus in der gemeinsamen Arbeit sorgen für einen gleichmäßigen Flow in der Teamarbeit, erhöhen den Abgleich und verringern Varianz und Wartezeiten. Das gilt für alle Teams, doch in Remote Teams sind alle gleichermaßen darauf angewiesen, um gemeinsam erfolgreich zu sein und ein fehlender Rhythmus wird schneller wahrgenommen.