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Die Agile Moves sind ein ausgefeiltes Gerüst, um Gewohnheiten zu verändern und selbstgesteckte Ziele zu erreichen.
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Aber die ganzen Möglichkeiten und Variationen sind am Anfang gar nicht wichtig.

Wenn Du etwas verändern willst, brauchst Du nur zwei Dinge: Du musst wissen, was Dein Ziel ist und welche Selbstverpflichtung (Commitment) Du dafür abgeben möchtest.

Was ist mein Ziel?

Was willst Du verändern, was willst Du erreichen? Das bestimmt, was Du trainieren willst.
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Für manche ist das sonnenklar, andere tun sich gerade mit diesem Punkt ziemlich schwer.

Wenn Du zur ersten Gruppe gehörst und schon eine Idee hast, was Du trainieren möchtest, kannst Du einfach weiterlesen. Wenn du zur zweiten Gruppe gehörst, die noch gar nicht so genau weiß, wo es hin gehen sollte, könnte Dir diese Trainingskarte bei Deinen Überlegungen helfen.

Wie will ich arbeiten?

Das ist jetzt die Selbstverpflichtung (Commitment), die Dein Training braucht: Was bin ich bereit zu investieren?
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Ein Commitment kann viele verschiedene Facetten haben, je nachdem, wie professionell Du trainieren möchtest.

Hier geht es zunächst um die zeitliche Selbstverpflichtung. Diese hat drei Ebenen und Du kannst selbst entscheiden, auf welcher Du trainieren möchtest.

Ebene Zeitliches Commitment Beispiel
Ebene 1 keine zeitliche Begrenzung Ich will mir das Rauchen abgewöhnen.
Ebene 2 mit zeitlicher Begrenzung Ich will zwei Wochen lang nicht mehr Rauchen.
Ebene 3 mit zeitlicher Begrenzung und konkreten Trainingsschritten Ich will in den kommenden zwei Wochen an vier Tagen nicht mehr Rauchen.
Alternativ: An vier Tagen meine Zigarettenanzahl halbieren.

Alle Ebenen sind ok. Die meisten Veränderungswünsche haben Commitments in der Ebene 1 oder 2 und vermutlich weisst Du selbst aus Erfahrung, das es sehr schwierig ist, aus diesen Ebenen heraus Dein Ziel zu erreichen.

Aber wenn Du ehrlich mit Dir bist und überlegst, welches Commitment Du wirklich abgeben möchtest, dann kann es einfach sein, dass es für Dich auf der Ebene 1 oder 2 liegt. Das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, dass Du es wahrnimmst und akzeptierst, dass es so ist.

Veränderungen brauchen eine innere Muskulatur, die genauso trainiert werden muss, wie physische Muskulatur auch. Wenn Du in einen Kraftraum gehst, ist es wichtig, mit kleinen Gewichten zu beginnen und nach und nach die Trainingsleistung zu steigern. In dieser Analogie wäre die Ebene 1, sich sofort das volle Gewicht aufzuerlegen und untrainiert stemmen zu müssen. Es gibt Menschen, die das können, aber bei den meisten verursacht es Schäden - und sei es, dass Training nicht mehr mit Spaß und Freude, sondern mit Frust und Enttäuschung verknüpft ist.

Wenn Du Ideen haben möchtest, wie man sinnvolle Trainingsschritte für sich findet, solltest Du Dir vielleicht noch die Grundidee der kleinen Schritte (Kaizen) durchlesen.

Wie fange ich das Training an?

Allein duch die Beantwortung der zwei Fragen oben bist Du schon mitten im Prozeß. Du weisst jetzt, was Du erreichen möchtest und was Du bereit bist, dafür zeitlich zu investieren. Jetzt kannst Du Dir einen Trainingschritt überlegen, der zu Deinem Commitment passt.

Das ist das Grundprinzip der Agile Moves.

Das Agile Moves Framework

Das Gerüst der Agile Moves ist im Laufe der Jahre sehr umfangreich geworden, so dass wir wie im Fussball von einer Jugendmannschaft bis hin zur Bundesliga alle Leistungsniveaus abdecken. Wir haben für verschiedene Ziele und Trainingsschritte viele Trainingskarten entwickelt, Trainingspläne erarbeitet, das Workshop-Konzept erstellt und es gibt viele Praktiken und Ideen dazu und es wächst immer weiter.

Aber um anzufangen, brauchst Du wirklich nur zwei Dinge: Ein Ziel (Was) und ein Commitment (Wie). Probiers aus.